Die Lebendnierenspende braucht sicheren Entscheidungsrahmen

In Deutschland wurden im vergangenen Jahren 1.443 Nieren von verstorbenen Organspendern transplantiert. Die Zahlen der postmortalen Organspende stagnieren seit Jahren mit dem Ergebnis, dass chronisch Nierenkranke im Schnitt fünf Jahre auf eine Nierentranplantation warten müssen. Vor diesem Hintergrund hat die Lebendnierentransplantation eine wichtige Rolle übernommen, im Jahr 2024 wurden 632 Nieren von einem lebenden Spender auf den Empfänger übertragen. Die Entscheidung für eine Lebendnierenspende muss sowohl vom Spender als auch auch vom Empfänger völlig frei getroffen werden können. Um dies zu gewährleisten, hat der Gesetzgeber einen umfangreichen Prozess vorgegeben, der neben den medizinischen auch die psychischen und sozialen Aspekte berücksichtigt.

Für viele Menschen ist es in diesem Entscheidungsprozess wichtig und hilfreich, die Erfahrungen jener Betrofener zu hören, die sich in der Vergangenheit für oder gegen eine Lebendnierenspende entschieden haben. Die Selbsthilfe Lebendorganspende Deutschlands, kurz SLOD, ermöglicht diesen Austausch. Ganz konkret erfahrbar wurde dies beim jüngsten SLOD-Symposium in Erfurt, bei dem gut 50 Betroffene ihre Erfahrungen, Fragen und Wünsche miteinander geteilt haben. Patientenbegleiterin Monika Kaiser ist die Vorsitzende von SLOD und auch weitere Patientenbegleiter*innen sind aktiv für diese wichtige Arbeit.
Den ausführlichen Bericht vom SLOD-Synposium 2025 finden Sie hier auf der Webseite des Vereins, ebenso die Fotogalerie der beiden Tage.

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